Hallo ihr Lieben!
Wer von euch hatte uns noch gleich "viele aufregende Erlebnisse" gewuenscht? In den letzten 48 Stunden haben wir davon wahrscheinlich genug fuer die naechsten Wochen gesammelt...
Erster Zwischenfall: Frankfurt Flughafen. Unsere Fluggesellschaft, die LAN, hat spontan ihre Konditionen geaendert. Der Kilopreis fuer Uebegepaeck ist nunmehr fast um 25 % teurer als man uns am Telefon versichert hatte. Wir haben keine Wahl, zahlen und lassen uns nicht die Laune verderben.
Nach einem langen, aber ansonsten recht ruhigem Flug Ankunft im bruellend heissen Santiago. Statt dass unser Gepaeck hier automatisch verladen wird (ja, auch das hatte man uns zuvor telefonisch zugesagt ;-)) muessen wir unser uberdimensioniertes Gepaeck selbst abholen, durch den Zoll bringen und neu aufgeben. Keine Chance in den 45 Minuten, die die LAN hierfuer vorgesehen hatte. Also startet unser Flieger nach Punta Arenas ohne uns. Erste Panikgefuehle. Rettung naht in Form eines kleinen wuseligen Chilenen in Uniform, der uns durch die Massen lotst, mit allerlei Flughafenpersonal wilde Diskussionen fuehrt und damit dafuer sorgt, dass wir zwei Stunden spaeter einen Esatzflug haben. Wieder beruhigt und noch einmal knapp 4 Stunden in die Luft.
Ankunft in Punta Arenas. Unsere Freude darueber, dass wir ueber 30 Stunden nach unserem Start endich angekommen sind, erhaehlt direkt einen empfindlichen Daempfer. Was wir uns vor der Reise hoechstens mal im Spass als absoluten Worst Case ausgemalt hatten, hat sich prompt bewahrheitet: Unsere Raeder sind weg. Einfach so. Und auch ohne dass eine gewisse Aufregung beim Flughafen-Personal ueber den Verlust festzustellen ist. Hier steht vielmehr direkt bei der Gepaeckannahme eine Dame mit einem grossen Stapel Verlust-Formularen bereit. Es stellt sich in so einem Moment die Frage, ob die Gewoehnlichkeit eines Gepack-Verlustes eher dazu angetan ist, einen zu beruhigen oder ob dies die Panik noch eher verstaerkt. Uns in unser Schicksal ergebend, entscheiden wir uns fuer die erste Variante. Zudem ist die Dame bei der Verlustmeldung sehr freundlich, kennt unser Hostel und verspricht die Raeder so rasch wie moeglich nachzuliefern.
Unser Hostal EstanciaUnd das funkioniert tatsaechlich: Heute, einen Tag nach dem wir angekommen sind, kommen unsere Raeder nach. Und das sogar in einem Stueck :-) Bei einer kleinen Testfahrt in strahlendem Sonnenschein bei einer geschaetzten Windstaerke von 8, in Boeen 10, stelle ich fest, dass man sich hier, richtig positioniert, kilometerweit treiben lassen kann, ohne einmal in die Pedale zu treten - und das bei einem durchaus anstaendigem Tempo. Der Rueckweg... tja, der sah dann natuerlich anders aus (und war v.a. von dem Bemuehen gepraegt, sich nicht in den Pazifik wehen zu lassen).

Soviel zu unserer Anreise. Die weiteren Plaene: Heute Besuch einer Pinguin-Kolonie und ab Dienstag auf die Raeder nach Feuerland.
Bis bald! Oder vielmehr: Hasta luego :-)